climbing: Gerhard Baur kritisiert ‘Nanga Parbat’ Film

In einem Interview kritisiert Gerhard Baur, Teilnehmer der Nanga-Parbat-Expedition von 1970, den aktuellen Kinofilm: “Was die Zuschauer sehen, entspricht in wesentlichen Punkten nicht den Fakten.”
Im aktuellen Kinofilm “Nanga Parbat” wird die Geschichte erzählt, mit der Reinhold Messners seine 8000er-Karriere begann, und bei der sein Bruder Günther ums Leben kam. Gerhard Baur, selbst ein Bergfilm-Macher, war damals bei der Expedition dabei. Nun kritisiert er einerseits den Film, andererseits Reinhold Messner. Im Interview auf Spiegel online erklärt er: “Was die Zuschauer sehen, entspricht in wesentlichen Punkten nicht den Fakten.” Die Darstellung des Expeditionsleiters Herrligkoffer findet er “unseriös”, dieser sei “bis zur bösen Karikatur überzeichnet”.
Des weiteren findet er heikel, dass der Film nur wiedergebe, “was Messner behauptet”. Gerhard Baur ist dies zu einseitig. “Es hat mir sehr weh getan, dass diejenigen aus der Mannschaft, die nicht mehr leben, sich gegen den Vorwurf, keine Hilfe geleistet zu haben, nicht mehr wehren können.”
Zum Interview mit Reinhold Messner anlässlich des Kinostarts von “Nanga Parbat”
(via klettern.de || picture)
